Die Physik der Sicherheit: Der Durchflusskoeffizient (K) ist entscheidend
Der grundlegende Unterschied zwischen Ventilarten liegt in ihrem Auslasskoeffizienten (K). Dieser Wert bestimmt, wie viel Medium bei einem Überdruckereignis entweichen kann.
Wichtiger Datenvergleich
- Vollhub-Ventil (K = 0,7 bis 0,8): Verfügt über eine Rückstromscheibe. Es öffnet sich „schnell“ und augenblicklich beim eingestellten Druck und bildet dabei einen großen, kreisförmigen Ablassquerschnitt.
- Niedrighub-Ventil (K = 0,14 bis 0,16): Öffnet sich proportional und langsam. Der schmale ringförmige Spalt begrenzt die Ablassfläche erheblich.
Simulation: DN40-Dampfsystem (Einstelldruck 1,6 MPa)
- Ventil mit voller Hubhöhe: Entlastete 765 kg/h Dampf und senkte den Druck innerhalb von 12 Sekunden auf einen sicheren Bereich.
- Ventil mit geringer Hubhöhe: Entlastete lediglich 98 kg/h. Der Druck blieb nach 90 Sekunden gefährlich hoch, was eine erhebliche Explosionsgefahr darstellte.
Globale Konformitäts- und Kalibrierdokumente
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